New Work Experience 2018

Was wäre besser für meinen ersten Blogbeitrag auf whatidoinspiresyou geeignet, als mein Besuch der New Work Experience 2018. Nach der erfolgreichen Premiere 2017 fand am 06. März 2018 die Neuauflage der größten deutschsprachigen Konferenz zur Zukunft der Arbeit statt. Veranstaltet wurde der Event von XING. Mehr als 1.500 Teilnehmer kamen in tollen Locations wie der Elbphilharmonie und anderen Gebäuden der Hamburger Hafencity zusammen.

Die Frage, wie wir zukünftig arbeiten werden, bewegt und interessiert uns alle. Klar, dass whatidoinspiresyou dabei war ist. Redner waren u.a. Richard David Precht, Janina Kugel, Bodo Janssen, Pater Anselm Grün und Götz Werner.

Vier der Vorträge haben uns besonders beeindruckt und inspiriert, weswegen wir sie anhand einiger Zitate der Redner mit euch teilen möchten:

In seiner Keynote widmet sich Richard David Precht der digitalen Revolution und den daraus folgenden Konsequenzen für die zukünftige Arbeitswelt. „Über Jahrtausende haben Leute Dinge geglaubt, von denen sie nichts wussten – und heute wissen wir mehr denn je und glauben nicht, was wir wissen“, beginnt Richard David Precht.

Quelle: https://newworkexperience.xing.com/liveblog/?strytlpage=6

Auf jeder Konferenz werde über die digitale und die vierte industrielle Revolution gesprochen. Man wisse, dass man vor grundlegenden Umbrüchen steht: „Aber wir glauben das nicht!“ „Wir können also davon ausgehen, dass die vierte industrielle Revolution nicht nur die Wirtschaft und unsere Kommunikation verändert, sondern auch unsere Gesellschaft.“

Was ist gesellschaftlich relevant an all diesen revolutionären Veränderungen der Arbeitswelt? Die vierte industrielle Revolution führt in jedem Fall dazu, dass immer weniger gearbeitet wird – weil Maschinen den Part der Arbeiter übernehmen. Die Routine fällt damit weg, und viel Neues entsteht parallel dazu. “Wir werden die Grenze verwischen zwischen zeitweilig nicht arbeiten und nicht arbeiten – ein Hin- und Herswitchen wird immer normaler werden. Aber darauf muss man eingestellt sein, muss dranbleiben – und das ist eine Herausforderung an das Bildungssystem, um solche Persönlichkeiten zu schaffen”, betont Precht. Doch darauf sind die Schulen noch nicht eingerichtet. Hier bräuchte es mehr Flexibilität und neue Strukturen.

Aus der Sicht von whatidoinspiresyou gab es die folgenden wichtigen Botschaften:

  • Arbeit wird immer mehr eine selbstbestimmte Tätigkeit
  • Empathieberufe haben Zukunft
  • Es bedarf kreativer Menschen
  • Eine Bewusstseinsänderung ist angesagt
  • Man muss sich die Frage stellen, was man wirklich tun will und zwar aus einer inneren tiefen Motivation
  • Es ist ein unglaubliches Maß an Flexibilität erforderlich
  • Zitat Richard David Precht: „Wer selbst nicht brennt, kann andere nicht entzünden!“

Als besonders schön haben wir den Titel des Vortrags von Janina Kugel empfunden: New Work: Der Mensch im Mittelpunkt.

Janina Kugel ist im Vorstand der Siemens AG für Personalthemen von rund 370.000 Mitarbeitern auf der ganzen Welt verantwortlich. Diversität ist dabei mehr als nur ein Schlagwort für sie – für Kugel sind Vielfalt und Inklusion maßgeblich für den zukünftigen Erfolg von Unternehmen. Und auch das Thema Familie – als Mutter von Zwillingstöchtern liegt ihr das Vereinbaren von Familie und Beruf besonders am Herzen.

Quelle: https://newworkexperience.xing.com/liveblog/?strytlpage=12

„Jahrhundertelang haben die Menschen mit den Händen gearbeitet. Irgendwann kam der Kopf dazu und heute kommt das Herz dazu“, beginnt Janina Kugel ihren Vortrag und zitiert den US-Journalist Thomas Friedman:

„Ein Herz ist das einzige, was Maschinen niemals haben werden.“

Agiles Arbeiten sei ein wichtiges Thema bei der neuen Arbeit – doch in manchen Bereichen brauche man vor allem Sicherheit, so Kugel. “Wir bei Siemens entwickeln Kraftwerke oder schnelle Züge, die tausende Menschen sehr schnell transportieren – da brauchen wir absolute Sicherheit und die Anwendung bestehender Prozesse.”

“Wenn man in einen ehrlichen Dialog tritt, geben es einem die Mitarbeiter zurück”, für Kugel ein wichtiger Beitrag in der Arbeitskultur. Eine gemeinsame Arbeitskultur kann aber nur entstehen, wenn neue Dinge gelebt werden. Gerade der Widerspruch ist es, der positiv zu sehen ist: Ein Mitarbeiter, der über Veränderungen motzt, zeigt über seine Dialogbereitschaft gleichzeitig, dass sich Unternehmen und Mitarbeiter mit den neuen Anforderungen damit auseinandersetzen.

Jeder ist da gefragt, vor allem im Bereich Ideenmanagement. 300 Millionen konnte die Siemens AG durch Ideen der Mitarbeiter einsparen – doch viel wichtiger ist, dass so jeder im Unternehmen zählt. Dafür muss gutes Management Menschen leiten, aber auch ermutigen: Menschlichkeit im Leadership wird immer wichtiger.

Aus der Sicht von whatidoinspiresyou gab es die folgenden wichtigen Botschaften:

  • Diversität – Aus Anderssein erwächst Kraft
  • Ein Herz ist das Einzige, was Maschinen nicht haben
  • Wir brauchen Agilität und Sicherheit
  • Kultur kann man nicht kaufen
  • Verändern bedeutet Widerstand spüren
  • Jeder hat eine gute Idee
  • Zitat Janina Kugel: “Einfach auf den Mensch achten – das ist Grundbedingung für eine gute Arbeitskultur!”

Ein weiteres Highlight war der Vortrag von Götz W. Werner, Gründer der dm Drogeriemarktkette. Soziales Engagement, hohe Wertschätzung der Mitarbeiter und genügend Arbeits- und Ausbildungsplätze sind ihm wichtig.

„Die Treppe von oben kehren“ ist der Titel seines Vortrags und für Götz Werner bedeutet das nicht nur als Manager Verantwortung für das Unternehmen zu übernehmen, sondern auch die für das eigene Leben. Vor allem die Suche und das Finden des Sinns sind hier wichtig. Wer einen Sinn hinter seinem Tun entdeckt, der geht anders an die Aufgaben heran. „Anfangen muss man beim Träumen – dann kann man das auch Denken und schließlich sogar tun!“

Leider machen viele Menschen eher das, was sie nicht tun wollen – die beste Grundlage für einen Burn-out. Wer macht, was er nicht gedacht oder geträumt hat, der fühlt den Sinn dahinter nicht. Darum gilt für ihn: Nur das machen, was man denken kann!

Götz W. Werner betont: “Man muss sich immer fragen, was man verändern kann.” Wichtig sind Schöpferkraft, um etwas Kreatives zu erschaffen – und gleichzeitig Stabilität. Das macht moderne und verantwortliche Führung aus.

Quelle: https://newworkexperience.xing.com/liveblog/?strytlpage=15

Das Miteinander zeigt, wo die Bedürfnisse aller liegen – man muss es nur gut beobachten. “Konkret heißt das: Jeder muss sich fragen, was die Gretchenfragen sind, für die man zuständig ist. Und vor allem: Ist mein Gegenüber für mich nur ein Mittel zum Zweck? Und viel zu oft ist es so, dass der Andere nur Mittel ist und man selbst Zweck.”

Ein Unternehmen wie dm möchte darum seine Mitarbeiter nicht als Kostenfaktoren sehen – sondern als Menschen, im humanistischen Sinne á la Kant! Auf der Augenhöhe bleiben ist darum Grundbedingung. Auch Freizeit und Arbeitszeit seien falsche Begriffe: „Sie können es drehen und wenden wie Sie wollen, es ist immer Ihre Lebenszeit!“

Eigentlich leben wir im Paradies – um uns ist Wohlstand, den wir nutzen können, um den eigentlichen Sinn dahinter zu finden. Dann ist Arbeit nicht mehr gleichbedeutend mit Überleben – sondern mit Möglichkeiten, seine eigenen Fähigkeiten sinnvoll zu nutzen.

Aus der Sicht von whatidoinspiresyou gab es die folgenden wichtigen Botschaften:

  • Machen Sie das, was sie wollen
  • Wer einen Sinn hinter seinem Tun entdeckt, der geht anders an die Aufgaben heran
  • Träumen -> Denken -> Wollen -> Tun
  • Wer macht, was er nicht gedacht oder geträumt hat, der fühlt den Sinn dahinter nicht
  • Man muss sich immer fragen, was man verändern kann
  • Arbeitszeit = Lebenszeit
  • Zitat Götz W. Werner: „Dann ist Arbeit nicht mehr gleichbedeutend mit Überleben – sondern mit Möglichkeiten, seine eigenen Fähigkeiten sinnvoll zu nutzen!“

Last but not least möchten wir Euch ein paar Eindrücke aus dem Vortrag von Bodo Jansen, Geschäftsführer und Eigentümer bei Upstalsboom und Pater Anselm Grün, Klosterverwalter des Klosters von Münsterschwarzach, vermitteln.

In ihrem gemeinsamen Buch „Stark in stürmischen Zeiten“ beschreiben sie, wie Impulse aus dem Kloster helfen können, Menschen und Unternehmen von Grund auf zu ändern. Im Mittelpunkt steht das Thema „Zeit“.

Quelle: https://newworkexperience.xing.com/liveblog/?strytlpage=46

Aus der Sicht von whatidoinspiresyou gab es die folgenden wichtigen Botschaften:

  • Wer etwas verändern will, muss bei sich selbst anfangen – und erstmal im Einklang mit sich selbst zu leben und herauszufinden, was für einen selbst wichtig ist
  • Rituale sind entscheidend. Wer positive Bilder bemüht, der bekommt auch positive Ergebnisse zurück
  • Man sollte sich die folgenden Fragen stellen: Wer bin ich? Was macht mich einzigartig? Wofür bin ich heute hier?
  • Vom Sollen ins Wollen kommen

Schließen möchten wir den heutigen Blog-Beitrag mit ein paar Worten aus dem Beitrag von Prof. Frithjof Bergmann,  Philosoph und Begründer des Begriffes der „New Work“.

Immer wieder steht für ihn die Frage im Mittelpunkt, „was wir wirklich, wirklich wollen!“ bzw. „Tust du, was du tust, weil du es wirklich willst, oder tust du etwas, weil du nachgibst?“

Der Ansatz der ‚New Work‘ und die Beantwortung der Frage, was man wirklich will, soll die Menschen zu einem ganz neuen Leben führen – es sei eine grundlegende Transformation des eigenen Lebens.

Wir von whatidoinspiresyou stellen ähnliche Fragen und bekommen darauf sehr viel inspirierende Antworten.  Lass dich inspirieren oder inspiriere andere!

Team whatidoinspiresyou

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